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Landschaftspflegeverbände – Einsatz für die Landschaft!

Landschaftspflegeverbände haben als gemeinnützige eingetragene Vereine keine behördlichen Befugnisse. Sie werden nur auf Wunsch der Grundstückseigentümer wie Gemeinden, Privatpersonen oder Verbände tätig. Die letztendliche Entscheidung, ob eine Maßnahme durchgeführt wird, liegt beim Grundstückseigentümer selbst. Freiwilligkeit öffnet viele Türen schneller als hoheitliches Vorgehen und setzt oft einen Wettbewerb in umweltfreundlichem Handeln in Gang. Erforderlich ist hierfür eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und Aktivitäten in der Umweltbildung, da nur so Einsicht und Mittun der Menschen erreicht werden.

Keine Landschaft gleicht der anderen. Jeder Lebensraumtyp benötigt ein eigenes Konzept. Landschaftspflegeverbände sind daher meist für das Gebiet eines Landkreises oder Naturraums zuständig. Diese dezentrale Organisation beachtet regionale Besonderheiten und verbessert die Chance, individuelle Landschaftsbilder zu erhalten. Der Trend zur Vereinheitlichung der räumlichen Struktur soll mehr regionaler Vielfalt Platz machen.

Die Landschaftspflegeverbände haben drei Hauptziele. Sie wollen

  1. ein flächendeckendes Netz natürlicher und naturnaher Lebensräume aufbauen, um in allen deutschen Kulturlandschaften die Lebensgrundlagen intakt zu erhalten
  2. Impulse für eine nachhaltige Regionalentwicklung und umweltverträgliche Landnutzung geben, die das Besondere der einzelnen Regionen herausarbeiten und ihre Eigenkräfte wecken
  3. der Landwirtschaft ein verläßliches Zusatzeinkommen im Naturschutz verschaffen und sie bei der Vermarktung gebietstypischer Produkte unterstützen.

Die Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des jeweiligen Landschaftspflegeverbandes arbeitet als eine Art Dienstleistungsbetrieb Gemeinden, Landkreisen, privaten Grundstückseigentümern und örtlichen Naturschutzverbänden zu. Auf der Basis vorhandener Fachplanungen begutachten die Mitarbeiter Flächen detailliert, erarbeiten Vorschläge und Konzepte und kalkulieren die Kosten. Eine enge Abstimmung mit den betroffenen Behörden wie Naturschutz-, Landwirtschafts-, Forst- oder Wasserwirtschaftsverwaltung und den Naturschutzverbänden ist dabei selbstverständlich

Die praktischen Arbeiten führen hauptsächlich ortsansässige landwirtschaftliche Betriebe aus. Sie pflanzen Hecken, mähen Feuchtwiesen oder pflegen Magerstandorte. Sie sind mit der Landschaft vertraut und fühlen sich für "ihre" Flächen verantwortlich. Größere Biotopneuanlagen übernehmen dagegen häufig Betriebe des Garten- und Landschaftsbaues. Die Geschäftsstelle des Landschaftspflegeverbandes wickelt alle fachlichen und organisatorischen Arbeiten ab: Sie beantragt Fördermittel und sorgt für die Abrechnung. Vor allem ist sie auch für die ökologische Erfolgskontrolle zuständig.

Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) · Promenade 9 · 91522 Ansbach
Tel.: +49 (0)981-1800-990 · E-Mail: info@lpv.de · Internet: www.lpv.de