Kooperativ für mehr Biodiversität in der Kulturlandschaft - Einzelbetriebliche Biodiversitätsberatung in der GAP nach 2020

13. November 2018 in Berlin

Der Rückgang der Biodiversität in der Kulturlandschaft ist dramatisch. Experten sprechen bereits von der „Biodiversitätskrise“ als größter globaler Bedrohung noch vor dem Klimawandel! Um den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen, braucht es ein Bündel an Maßnahmen. Zentral ist dabei die kooperative Zusammenarbeit mit den Landwirtinnen und Landwirten.

Einen „Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt, Verbesserung von Ökosystemleistungen und Erhaltung von Lebensräumen und Landschaften“ soll die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) leisten.

Dies ist eins von neun Zielen, das die Europäische Kommission im Juni 2018 in ihrem Vorschlag für die Verordnungen zur GAP nach 2020 veröffentlicht hat. Nun sind die Mitgliedstaaten gefragt, dieses Ziel in ihre Strategiepläne zu integrieren.

Ein zentraler Baustein ist dabei die betriebliche Beratung. Die Erfahrung aus den Bundesländern und aus Modellprojekten zeigt: Betriebe, die kompetent beraten und begleitet werden, setzen mehr und effektivere Naturschutzmaßnahmen um. Im Rahmen der neuen GAP sind die Mitgliedstaaten jetzt verpflichtet, landwirtschaftliche Betriebsberatung anzubieten.

Wir wollen gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis diskutieren, welche Erfahrungen es bundesweit gibt und welche Rahmenbedingungen es für eine erfolgreiche Biodiversitätsberatung nach 2020 braucht.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Gefördert über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Förderkennzeichen 2814BM070

Veranstalter

Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V.

Weitere Infos zum Download

Vorträge

Rahmenbedingungen

Biodiversität erhalten - Warum wir handeln müssen und wie
Prof. Dr. Volkmar Wolters, Justus Liebig Universität, stellv. Vorsitzender des Wiss. Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen beim BMEL

Biodiversitätsberatung – Stand und Perspektiven
Dr. Jan Freese, Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS)

Anforderungen an die Biodiversitätsberatung – Welchen Standard brauchen wir?
Isabell Raschke, DVL

Und wer soll’s machen? Perspektiven für die Aus- und Fortbildung von Fachkräften zur Biodiversitätsberatung
Prof. Dr. Eckhard Jedicke, Hochschule Geisenheim, Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT)

Beispiele aus den Ländern und von Pilotprojekten

Für Mensch, Natur und Landschaft – Natur- und Landschaftsschutzberatung in Schleswig-Holstein
Dr. Helge Neumann, DVL-Artenagentur Schleswig-Holstein

Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand – Der Partnerbetrieb Naturschutz in Rheinland-Pfalz
Brigitte Leicht, Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz

Beratung mit Plan - Naturschutzqualifizierung für Landnutzer in Sachsen
Carola Schneier, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft (F.R.A.N.Z.) – Demonstrationsbetrieb in Brandenburg
Holger Pfeffer, DVL Koordinierungsstelle Brandenburg-Berlin

Diskussion

Wann ist Beratung erfolgreich? - Die Sicht eines Landwirts, einer Beraterin und einer Naturschutzverwaltung

Impulsvortrag
Kai Pönitz, Landwirt aus Eppendorf in Sachsen

Impulsvortrag
Ute Grothey, LPV Landkreis Göttingen

Impulsvortrag
Dr. Berthold Pechan, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein

Veranstaltungsdetails

Datum

13.11.2018

Zeit

10:00–17:30 h