Moorschutz in Niedersachsen

Moore sind prägender Bestandteil der niedersächsischen Kulturlandschaft und haben Besiedlung und Nutzung weiter Landesteile beeinflusst. Seit dem 11./12. Jahrhundert wurden Moore landwirtschaftlich genutzt. Zunächst beschränkte sich die Nutzung auf trockene Randlagen zur Futtergewinnung, bevor im 17. Jahrhundert Moore entwässert und kultiviert wurden und Torf als Brennmaterial entnommen wurde. Der technische Fortschritt im letzten Jahrhundert und großflächige Melioration ermöglichte Besiedlung und die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung, welche bis in die 1980er Jahre zur Versorgung der wachsenden Bevölkerung staatlich gefördert wurde. 1981 wurde schließlich das erste Niedersächsische Moorschutzprogramm verabschiedet.

Heute gilt Niedersachsen als wichtiger Hotspot beim Schutz organischer Böden. Es gibt in Niedersachsen rund 530.000 ha organische Böden. Davon sind rund 395.00 ha Hoch- und Niedermoore, was etwa 8% der Landesfläche entspricht. Über zwei Drittel der organischen Böden werden landwirtschaftlich genutzt. Aktiver Torfabbau fand 2012 noch auf 11.500 ha statt. Treibhausgasemissionen aus entwässerten Mooren sind für ca. 12 % der Gesamtemissionen pro Jahr verantwortlich.

Seit 2016 setzt das Programm Niedersächsische Moorlandschaften einen Handlungsrahmen für das Moormanagement und zeigt Maßnahmenoptionen für den Moorschutz auf. Neben weiteren ökologischen Zielen und dem Erhalt der Biodiversität wurden Insbesondere Ziele des Klimaschutzes integriert.

http://www.umwelt.niedersachsen.de/themen/moorschutz/niedersaechsische-moorlandschaften-116261.html

Landschaftspflegeverbände und Moorschutz

Die bestehenden Landschaftspflegeverbände in Niedersachsen befinden sich nicht in Schwerpunktgebieten für Moore. Die Verbände setzen, z.T. seit mehr als 20 Jahren, Naturschutzmaßnahmen kooperativ mit Kommunen, Naturschutzverbänden und ortansässigen landwirtschaftlichen Betrieben um. Die Betriebe werden zu Landschaftspflege und Naturschutz beraten, artenreiche Feucht- und Streuobstwiesen und Magerrasen werden z.B. über Kompensationsmaßnahmen gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben gepflegt und erhalten. Darüber hinaus entwickeln die Verbände auch Regionalvermarktungsinitiativen für Produkte der Landschaftspflege und unterstützen und vernetzen weidetierhaltende Betriebe als Dienstleister für den Naturschutz.

Auch in komplexen Bereichen wie dem Moorschutz können kooperativ arbeitenden Verbände als Vermittler gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren Lösungen erarbeiten und Maßnahmen in der Fläche umsetzen, wie Erfahrungen aus anderen Bundesländer zeigen.

Die Mitarbeiterin des DVL-Landesbüro Moor und Klimaschutz unterstützt Gründungsinitiativen, die den Moorschutz in ihrer Region kooperativ voranbringen wollen. Weitere Informationen zur Gründung von Landschaftspflegeverbänden finden Sie hier.

Fördermöglichkeiten Niedersachsen

Foerdermoeglichkeiten_NDS.pdf | 219 kB

 

Die Mitarbeiter*innen des DVL-Landesbüro Moor und Klimaschutz unterstützen Gründungsinitiativen, die den Moorschutz in ihrer Region kooperativ voranbringen wollen. Weitere Informationen zur Gründung von Landschaftspflegeverbänden finden Sie hier.

Foto: Meißner

Kontakt

DVL-Landesbüro Moor und Klima Niedersachsen

Jessica Meißner und Britta Jensen
Auf dem Sande 11
49419 Wagenfeld-Ströhen

Tel.: 05774 / 997-6441
Fax: 05774 / 997-8556
E-Mail: j.meissner@lpv.de
E-mail: b.jensen@lpv.de

 

 

Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) · Promenade 9 · 91522 Ansbach
Tel.: +49 (0)981-1800-990 · E-Mail: info@lpv.de · Internet: www.lpv.de
vkpornodepfile.com