Vorhang auf für Sachsens Natur

Unter diesem Motto erarbeitete das DVL- Landesbüro Sachsen ein Rahmenkonzept für Modellvorhaben der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit im Naturschutz, um die Akzeptanz und das Verständnis der Bürger und Flächenbewirtschafter für Naturschutz und Landschaftspflege zu erhöhen. Auf dieser Grundlage werden die sächsischen Landschaftspflegeverbände in den nächsten Jahren in den Themenbereichen Natura 2000, Streuobst, Landschaftselemente und Strukturvielfalt von Fließgewässern sowie Verwertung von Biomasse aus der Landschaftspflege mit einer vielschichtigen, kreativen Öffentlichkeitsarbeit für diese Naturschutzthemen sensibilisieren und zum praktischen Tun aktivieren.

Projektpartner für die regionale Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Natura 2000 sind:

LPV Westerzgebirge

Im LPV Westerzgebirge steht mit den vorhandenen Natura-2000- Touren bereits ein gutes Ausgangspotential für die Öffentlichkeitsarbeit zu Natura 2000 zur Verfügung. Hier wird es vor allem darum gehen, verstärkt thematische Wanderungen anzubieten, den Natura-2000-Tag  zu qualifizieren und inhaltlich auszubauen sowie Module für Projekttage in Mittelschulen zum Thema Natura-2000 zu erarbeiten. Im Mittelpunkt stehen die FFH- Lebensräume Berg-Mähwiesen, Artenreiche Borstgrasrasen und Übergangsmoore sowie das Rebhuhn.

LPV Torgau-Oschatz

Im LPV Torgau- Oschatz stehen das FFH- Gebiet „Elbtal zwischen Mühlberg und Greudnitz“ sowie die FFH- Anhangsart Heldbock im Zentrum der Aktivitäten. Für den LRT 91F0 (Hartholzauenwälder) in der Elbaue ist die Torgauer Flatterulme ein prägender Bestandteil. Die Aktivitäten zur Wiederansiedlung autochthoner Flatterulmen gliedern sich daher mit der in diesem Zusammenhang stattfindenden Öffentlichkeitsarbeit hervorragend in das Thema Natura 2000 ein. Der Heldbock hat im Gebiet des LPV Torgau-Oschatz seine letzen gesicherten Vorkommen in Sachsen und ist in seiner Existenz an alte, tote Eichen gebunden. Diese Bäume findet man besonders in den alten Gutsparken in Ostelbien, an deren Revitalisierung der LPV schon seit längerem mit verschiedenen Partnern arbeitet. Mit dem im Rahmen des Projektes erstellten Faltblattes (siehe Anlage) zur Lebensweise des Heldbockes wurde eine gute Grundlage für eine intensive Öffentlichkeitsarbeit zu dieser FFH- Art und für das Verständnis zum Belassen der „toten“ Eichen gelegt.

Naturschutzstation Neschwitz

Die Naturschutzstation Neschwitz e.V. widmet sich vor allem den relevanten LRT der Teichlandschaften. Ausgehend von der in Eigenregie erfolgenden Bewirtschaftung der Caßlauer Wiesenteiche sowie dem Ziganteich Eutrich im FFH-Gebiet 45 E- „Teichgruppen am Doberschützer Wasser“ und dem Litzenteich Radibor im FFH-Gebiet 118- „Teiche zwischen Neschwitz und Großdubrau“ wird das Thema naturschutzgerechte Teichbewirtschaftung und die dabei auftretenden Konflikte zwischen Naturschutzanforderungen und ökonomischen/betriebsorganisatorischen Forderungen der Teichwirte im Zentrum der Aktivitäten stehen. Diesem Anliegen folgend werden für die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft Gesprächs- und Weiterbildungsangebote für Teichwirte erstellt sowie der Aufbau von Kooperationen und der Erfahrungsaustausch zwischen Teichwirten und Naturschutzakteuren initiiert und moderiert. Mit der beispielhaften Umsetzung von praktischen Maßnahmen sollen das gegenseitige Verständnis von Naturschutz, Teichbewirtschaftung und Landwirtschaft weiter verbessert und gezeigt werden, wie Naturschutzmaßnahmen bestmöglich in betriebliche Abläufe zu integrieren sind.

LPV Zittauer Gebirge

Für den LPV Zittauer Gebirge e.V. steht die FFH- Anhangsart Haselmaus mit ihren spezifischen Lebensraumansprüchen als Vermittler zur Sensibilisierung für eine naturschutzgerechte Waldbewirtschaftung und Strukturreichtum in der Agrarlandschaft im Mittelpunkt. Für dieses Thema ergab sich eine Kooperation mit der DUH und wird im Rahmen des DUH-Projektfonds „Lebendige Wälder“ gefördert.

Kontakt

Christina Kretzschmar

DVL-Landesbüro Sachsen
Lange Straße 43
01796 Pirna

Tel. +49-(0)3501-582461
Fax +49-(0)3501-4676525
E-Mail: kretzschmar(at)lpv.de

Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) · Promenade 9 · 91522 Ansbach
Tel.: +49 (0)981-1800-990 · E-Mail: info@lpv.de · Internet: www.lpv.de
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