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Projekt Rotmilan - Land zum Leben!

fliegender Rotmilan (W. Nachtigall)

Deutschland ist Rotmilan-Land. Mehr als die Hälfte aller auf der Welt vorkommenden Rotmilane brüten in Deutschland. Leider geht der Bestand dieses beeindruckenden Greifvogels seit Jahren zurück. Damit ist er nicht allein, denn die meisten Vogelarten der offenen Agrarlandschaft teilen dieses Schicksal.

Sein Lebensraum verändert sich immer mehr: ausgeräumte und einseitig genutzte Agrarlandschaften mit Raps und Wintergetreide anstelle von Feldfutter und Grünland verstellen ihm den Blick auf Beutetiere und erschweren ihm die Nahrungssuche. Besonders zur Brutzeit fehlt so notwendiges Futter zur Aufzucht der Jungtiere.

Deutschland muss Rotmilan-Land bleiben! Dazu wollen wir mit diesem Projekt beitragen.

Ehrung durch UN Dekade Biologische Vielfalt, Fachtagung Rotmilan 18.+19. September 2017

Unser Projekt Rotmilan – Land zum Leben hat die Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt erhalten! Die Urkunde wurde am 18. September 2017 durch Dr. Christiane Paulus vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Rotmilan-Fachtagung überreicht.

Während der Tagung wurde aus den Projektregionen berichtet und erste Ergebnisse des begleitenden Monitoring vorgestellt. Das Interesse war groß: über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland informierten sich über das Projekt. Das Tagungsprogramm und die Präsentationen der Referenten können Sie sich hier herunterladen:

 

 

Fachtagung Rotmilan 18. und 19. September 2017, Tagungsprogramm

Tagungsprogramm_18._19.Sept2017.pdf | 482 kB

Uwe Lerch: Projektübersicht; praktische Maßnahmen für eine rotmilanfreundliche Landwirtschaft

1_U._Lerch_Projektuebersicht.pdf | 3.7 MB

Jana Apel: Naturschutzfachliche Beratung und Umsetzung praktischer Maßnahmen am Bsp. einer großflächigen Agrarlandschaft in Thüringen

2_J._Apel_Praxisbeispiel_Thueringen.pdf | 4.1 MB

Ute Grothey: Naturschutzfachliche Beratung und Umsetzung praktischer Maßnahmen am Bsp. eher kleinflächiger Agrarlandschaften in Niedersachsen

3_Ute_Grothey_Praxisbeispiel_Niedersachsen.pdf | 3.5 MB

Christoph Gasse: Naturschutzfachliche Beratung an den Gren-zen des Verbreitungsgebietes des Rotmilans in Schleswig-Holstein – vom Pilotprogramm zur Agrarumweltmaßnahme

4_Ch._Gasse_Praxisbeispiel_Schleswig-Holstein.pdf | 3.8 MB

Maik Sommerhage: Schutzmaßnahmen im Offenland und Wald für den Rotmilan im EU-Vogelschutzgebiet Vogelsberg

5_M.Sommerhage_NABU_Vogelsberg.pdf | 9.9 MB

Dr. Winfried Nachtigall: Schutz der Nestbäume des Rotmilans

6_W.Nachtigall_Nestbaumschutz.pdf | 2.0 MB

Johanna Karthäuser & Jakob Katzenberger: Nahrungsangebot, Verfügbarkeit und Nutzung durch den Rotmilan – bisherige Monitoringergebnisse

7_J.Karthaeuser_Monitoringergebnisse.pdf | 1.7 MB

Jakob Katzenberger: Wie beeinflusst die landwirtschaftliche Nutzung die Bewegungsmuster von GPS-telemetrierten Rotmilanen?

8_J.Katzenberger_Habitatwahl_Telemetrie.pdf | 1.4 MB

Maßnahmen und Ziele

Um den Rückgang unseres heimlichen „Wappenvogels“ zu stoppen, haben sich der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL), der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und die Deutsche Wildtier Stiftung (DeWiSt) zusammengetan.

Die Landschaftspfleger beraten als Experten die Landwirte in neun Projektregionen in ganz Deutschland über "Rotmilan-freundliche" Landnutzung und kümmern sich um den Erhalt von Brutbäumen. Die Landwirte können dieses Land im Rahmen der ökologischen Vorrangflächen bewirtschaften oder hierfür Naturschutzverträge abschließen. Naturschutz und Landwirtschaft arbeiten so eng zusammen für den Rotmilan. Nicht nur der rote Greifvogel, sondern auch viele andere bedrohte Arten, wie der Feldhamster, das Rebhuhn und der Feldhase sollen davon profitieren.

Die Wissenschaftler vom DDA prüfen den Erfolg der Schutzmaßnahmen. Sie untersuchen, ob die Vögel durch die schonende Landnutzung mehr Nahrung finden und wie sich dies auf den Bestand und Bruterfolg auswirkt. Ob die Rotmilane ihre Nahrung tatsächlich auf den Rotmilan-freundlich bewirtschafteten Flächen suchen, werden Tiere zeigen, die kleine Sender tragen und deren Bewegungen in den Brutgebieten so exakt verfolgt werden können. Kameras am Nest werden einmalige Einblicke in das Leben der Rotmilane ermöglichen und Aufschluss darüber geben, was genau und wie viel die Tiere an ihren Nachwuchs verfüttern.

Obwohl Deutschland eine besondere Verantwortung für die Zukunft des Rotmilans hat, ist er nur wenigen Menschen bekannt. Neben allseits bekannten Vogelarten wie Weißstorch, Spatz und Rotkehlchen führt der Rotmilan im Bewusstsein der Bevölkerung ein Schattendasein. Daher hat die Deutsche Wildtier Stiftung es sich zur Aufgabe gemacht, den Rotmilan und die Projektarbeit in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Mit modernen und innovativen Instrumenten will sie Begeisterung wecken und Informationen rund um den Rotmilan und heimische Wildtiere bereitstellen. Dazu zählen die klassische Pressearbeit, Interviews und Veranstaltungen ebenso wie der Blick in den Horst mittels Webcam und interaktiver Website.

Projektpartner

Gruppenfoto Projektteam

Veröffentlichungen

Die Veröffentlichungen können Sie als Printversion  hier bestellen oder hier herunterladen:

Flyer: "Land zum Leben für den Rotmilan"

Projektflyer-Rotmilan-Land-zum-Leben.pdf | 704 kB

Flyer "Ratgeber Nestschutz"

Rotmilan_Flyer-Nestschutz.pdf | 2.0 MB

Luzerne - Vergessenes Multitalent

Rotmilan_Flyer_Luzerne_Vergessenes_Multitalent.pdf | 3.2 MB

Projektbroschüre DIN A5: "Der Schutz von Deutschlands heimlichen Wappenvogel"

Broschuere-Rotmilan-Land-zum-Leben.pdf | 2.9 MB

Leitfaden DIN A4: "Rotmilan - Land zum Leben: Praxisratgeber Landwirtschaft"

Praxisratgeber-Landwirtschaft_Rotmilan-Land-zum-Leben.pdf | 2.9 MB

Projekthomepage

Projekthomepage
www.rotmilan.org

Förderung

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Logos des BfN und BMUB mit Verknüpfung der Webseiten.
Bundesamt für Naturschutz

Das DVL-Teilprojekt wird unterstützt von der HIT-Umweltstiftung

Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) · Promenade 9 · 91522 Ansbach
Tel.: +49 (0)981-1800-990 · E-Mail: info@lpv.de · Internet: www.lpv.de