Vertragsnaturschutz im Wald

Der DVL bemüht sich seit Jahren um eine verbesserte Förderung des Vertragsnaturschutzes im Wald. Ab dem Jahr 2007 wurde im ELER-Fonds erstmals für Privat- und Kommunalwald die Fördermöglichkeit „Vertragsnaturschutz im Wald“ aufgelegt. Beweidung lichter Waldstrukturen, die Pflege von Nieder- und Mittelwäldern, das Belassen von Totholz oder der Erhalt von Biotopbäumen könnten so über die Bundesländer gefördert werden.

Bisher wurden die neuen Möglichkeiten kaum genutzt. Nur in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sind Förderprogramme in den Wäldern gestartet – und dies in bescheidenem Umfang mit jährlich insgesamt nur 3 Mio. EUR. Naturschutzförderung für den Wald steckt also noch in den Kinderschuhen und bedarf einer besseren Etablierung.

Im Rahmen eines F+E-Vorhabens „Vertragsnaturschutz im Wald" erarbeitete der DVL eine bundesweite Bestandsaufnahme und Auswertung bestehender und geplanter Programme und Vereinbarungen zum Vertragsnaturschutz im Wald.

Weitere Infos zum Modellprojekt "Vertragsnaturschutz im Wald" finden Sie hier

In den letzten 20 Jahren hat sich der Vertragsnaturschutz in der Landwirtschaft von Modellprojekten hin zu einem weithin akzeptierten Naturschutzinstrument entwickelt. Landwirte bekommen ihre Leistungen in der Landschaftspflege honoriert und auf der anderen Seite wird der Erhalt von orchideenreichen Magerrasen, Wacholderheiden oder Bergwiesen gesichert.

Im Gegensatz zu diesen Ansätzen spielt der Vertragsnaturschutz im Wald bisher in Deutschland nur eine geringe Rolle, so dass hierzu bisher auch nur wenige Untersuchungen vorlagen. Deshalb stellte der DVL im Auftrag des BfN im Jahre 2005 erstmals bundesweit die  Ansätze der Honorierung von Naturschutzleistungen im Wald zusammen. Die Studie kann wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung des Vertragsnaturschutzes im Wald für die Förderperiode ab dem Jahr 2014 geben.

Das Forschungs- und Entwicklungs- (kurz F+E-) Vorhaben wurde im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) vom DVL in Zusammenarbeit mit dem Büro Geyer und Dolek durchgeführt.

Im Rahmen dieses F+E-Vorhabens erfolgte eine bundesweite Bestandsaufnahme und Auswertung bestehender und geplanter Programme und Vereinbarungen zum Vertragsnaturschutz im Wald. Ausgehend von dieser Status-Quo-Analyse wurden die Möglichkeiten zur Optimierung des Instrumentes Vertragsnaturschutz im Wald aufgezeigt.

Im Waldnaturschutz wird eine Vielzahl von Zielen verfolgt. Diese sind abhängig vom jeweiligen Standort, der Waldgeschichte und diversen anderen Faktoren. Daher baut der Vertragsnaturschutz im Wald auf konkreten naturschutzfachlichen Zielen auf. Diese Ziele sowie die daraus resultierenden Umsetzungsmaßnahmen waren ein Schwerpunkt des F+E-Vorhabens.

Folgende Fragestellungen wurden bearbeitet:

  • Wie ist der Stand der Umsetzung von Vertragsnaturschutz im Wald in den einzelnen Bundesländernbis zu Jahr 2005 und einzelnen angrenzenden Staaten
    Welche Naturschutzziele im Wald werden umgesetzt?
  • Welche Finanzen stellen die Länder oder die EU für die Verträge zur Verfügung?
    Analyse und Bewertung von Fallbeispielen aus Deutschland.
  • Wie grenzt sich Vertragsnaturschutz im Wald von anderen Instrumenten für Waldnaturschutz ab?
  • Welche Bedeutung haben die vorhandenen Vertragsnaturschutzprogramme im Wald?
  • Ist eine Koppelung von Instrumentarien sinnvoll, um Synergismen zu erreichen?

Der DVL stellte im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz im Jahr 2005 Förderansätze der Honorierung von Naturschutzleistungen im Wald zusammen. Diese Grundlagen können auch weiterhin Ideen für die Weiterentwicklung von Förderprogrammen im Wald liefern.

Dowload-Studie "Vertragsnaturschutz im Wald"
Diese Studie kann auch unter "Publikationen" bestellt werden.

VNP-Wald_BfN-skript146.pdf | 1.5 MB

Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) · Promenade 9 · 91522 Ansbach
Tel.: +49 (0)981-1800-990 · E-Mail: info@lpv.de · Internet: www.lpv.de
vkpornodepfile.com