DVL-Studie 2019: Gemeinwohlprämie - GAP nach 2020
Zur Bewältigung steigender Klima- und Umweltbelastungen werden von der Landwirtschaft in zunehmendem Maße entsprechende Beiträge erwartet. Zielsetzung der Europäischen Kommission und der Bundesregierung ist es daher, dass die Landwirtschaft Gemeinwohlleistungen zukünftig ambitionierter als bislang erbringen soll. Im Rahmen der traditionellen Direktzahlungen der 1. Säule sind deshalb sogenannte „Öko-Regelungen“ als neues Instrument geplant, zusätzlich zu den bisherigen Förderprogrammen der 2. Säule.
Art und Weise der Ausgestaltung der Öko-Regelungen sind jedoch weitgehend offen. In einem neuen Arbeitspapier stellt der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) unter Beweis, wie das Punktemodell der „Gemeinwohlprämie“ diese Lücke schließt.

190117-DVL-GWP.pdf | 834 kB

Zukünftige Ausrichtung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik
Die Gemeinwohlprämie hebt sich von den aktuellen Rahmenbedingen sowie von allen bisherigen Vorschlägen für eine Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 ab.
An die Stelle von Fördervorgaben (z.B. Hürden für die Erfüllung des Greenings) rückt die unternehmerische Entscheidung des Landwirtes, definierte Umweltleistungen im Bereich Biodiversität, des Klimas- und Gewässerschutzes freiwillig zu erbringen.
Kern der Gemeinwohlprämie ist eine Bewertungsmethode, mit der landwirtschaftliche Gemeinwohlleistungen anhand von Betriebsdaten ermittelt und durch einen Gesamtpunktwert abgebildet werden können. Das Verfahren wurde zusammen mit Praxisbetrieben in Schleswig-Holstein (Deutschland) entwickelt und durch Freilanduntersuchungen überprüft. Es wird aktuell auch in anderen Regionen geprüft.
Betriebe mit mehr Umweltleistungen erhalten mit der Gemeinwohlprämie mehr öffentliche Gelder. Durch die Gemeinwohlprämie werden nicht nur aktuelle Umweltleistungen der Betriebe bewertet und honoriert, sondern es entstehen für die Betriebe auch Anreize, Umweltleistungen auf neuen Flächen zu erbringen. Vor allem die extensive Bewirtschaftung unproduktiver Flächen mit hohem Naturwert wird für die Landwirte attraktiv.
Die Gemeinwohlprämie ist an das bestehende Verwaltungs- und Kontrollsystem der Agrarverwaltung angepasst und anschlussfähig und deshalb in ganz Europa anwendbar.
Das Konzept der Gemeinwohlprämie wurde vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) entwickelt und bereits Anfang 2016 öffentlich vorgestellt. Es besticht durch seine Logik, die sich an der Handlungsweise von landwirtschaftlichen Betrieben ausrichtet.

PP_Gemeinwohlpraemie_FIN_DE_web-neu.pdf | 1.3 MB

Public goods bonus - putting a price on environmental services provided by agriculture
The public goods bonus sets itself apart from the current general conditions and from all previous proposals for a re-orientation of the Common Agricultural Policy after 2020.
Subsidy requirements (e.g. obstacles to satisfying greening criteria) are replaced by entrepreneurial decisions by farmers to provide defined environmental services in the field of biodiversity, climate and water protection on a voluntary basis.
At the core of the public goods bonus, however, lies an evaluation method whereby the provision of public goods can be determined using working data and mapped using a total points score. This process was developed in collaboration with working farms in Schleswig-Holstein (Germany) and verified by field investigations. It is currently being tested in other regions as well.
Farms providing more environmental services will receive more public funding through the public goods bonus. The public goods bonus not only means that farmers’ current environmental services will be assessed and rewarded, but it will also offer farmers incentives to extend their environmental services to new areas of their farms. Above all, the extensive farming of unproductive areas with a high nature value will become attractive for farmers.
The public goods bonus has been adapted to the current administration and inspection system and will fit in with it and therefore can be applied across the whole of Europe.
The concept of the public goods bonus was developed by the Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL - Landcare Germany) and was presented to the public at the start of 2016. Its appeal lies in its logical approach which is geared to the behaviour of farmers.

PP_Gemeinwohlpraemie_FIN_EN_web-neu.pdf | 1.3 MB


The CAP past 2020 - collective position paper
In November 2017 the EU Commission presented its communication paper „The Future of Food and Farming“. The importance of EU´s farmers and farming practices for our natural resources soil, water, air and biodiversity were clearly addressed. Due to the fact, that some farming activities still have unwanted and detrimental effects on our natural resources, we totally agree with the finding, that the Common Agricultural Policy (CAP) should lead to a transition towards a more sustainable agriculture.

Organisations from 6 EU-Member states met in January 2018 in Ansbach, Germany. These are the Vereniging Noardlike Fryske Wâlden from the Netherlands, la Fédération des Conservatoires d'espaces naturels from France, Legambiente Lombardia (Italy), Trashumancia y Naturaleza from Spain, Pogany-havas Regional Association (Romania) and the Deutscher Verband für Landschaftspflege/ Landcare Germany.

Below you can find our CAP position paper.

180625-CAP-position_paper.pdf | 569 kB

Künftige EU-Naturschutzfinanzierung in Deutschland
Wichtiges Ziel des DVL und der Landschaftspflegeverbände ist die Weiterentwicklung der Förderprogramme im Naturschutz. Hierbei ist die Verbesserung der Naturschutzfinanzierung zentraler Bestandteil. Für den DVL ist das Positionspapier der LANA-Expertengruppe zur EU-Naturschutzfinanzierung im Zuge der GAP 2020 eine wichtige Grundlage. Dieses finden Sie hier in deutscher und englischer Version.

Positionspapier_LANA_EU_Naturschutzfinanzierung__3_.pdf | 145 kB

Position_paper_EU_nature_financing_LANA_Expert_Group_Germany.pdf | 225 kB

Biodiversitäts-, Wasser- und Klimaschutzleistungen landwirtschaftlicher Betriebe gezielt honorieren
Der DVL stellt eine Methode zur Bewertung der "Öffentlichen Leistungen" landwirtschaftlicher Betriebe vor und gibt damit neue Impulse zur Ausrichtung einer neuen Agrarpolitik.
Uwe Dierking & Helge Neumann, Stand: 19. September 2016

Neuausrichtung_GAP_Diskussionspapier_DVL_2.pdf | 382 kB

Integration von Extensiver Beweidung in die 1.Säule
Der Beitrag beschreibt vor dem Hintergrund der Kommissionsvorschläge für die neue GAP-Förderperiode 2014 – 2020 und der aktuellen Rechtslage, welche Probleme die extensive Grünlandnutzung in der 1. Säule, den Direktzahlungen, hat.
Diskutiert werden das geplante „Greening“, die Definition von Dauergrünland und Grünfutterpflanzen sowie die Rolle von Gehölzen als Bestandteile strukturreicher Weideflachen. Es werden Vollzugsprobleme infolge hohen Bürokratieaufwands, Sanktionsrisiken und verringerter Messtoleranzen bei der Kontrolle identifiziert.

NuL05-12_Jedicke_Metzner_1_Saeule.pdf | 2.8 MB

Policy Papier "Extensiv beweiden - Zukunftsfähiger Naturschutz auf Weide-Grünland in der EU, Bund und Ländern"
Ein hochbrisantes Thema ist die Einstufung der extensiven Beweidung und extensiv beweideter Flächen im landwirtschaftlichen Fördersystem.
Gleichzeitig ist der Wert dieser Bewirtschaftungsform für die Umsetzung diverser EU-Politikziele wie Erhalt der Biologischen
Vielfalt und Klimaschutz unbestritten.
Mit einem Policy Paper zur Extensiven Beweidung zeigt der DVL nun übersichtlich auf, wie die unterschiedlichen Anforderungen von
Praxis und Verwaltung unter einen Hut zu bekommen sind und welche Schritte von der Politik bei der Neufassung der Agrarpolitik ab
2014 erforderlich sind, um diese kostengünstige Bewirtschaftungsform zu erhalten.

Policy_Paper_Beweidung_opt.pdf | 1.8 MB

Stand der Diskussion in Brüssel um Direktzahlungen- und ELER-VO in Bezug auf extensive Beweidung
Datum dieses Papiers: 25.03.2013

2013-03-25_Diskussisonspapier_Vorschläge_Rat_MFR_EP.pdf | 1.0 MB

Gelingt die Förderung der Vielfalt - Kooperationen zwischen Landwirten und Naturschutz fördern
Landwirtschaft und Naturschutz – ein dauerhafter Konflikt? Verfolgt man die Diskussionen über die Neuausrichtung der Agrarpolitik im Zuge der Agrarreform, so kann man dies befürchten. Die Landwirtschaft gilt in den Augen vieler Naturschützer als Hauptsache für den Rückgang vieler Arten. Der Naturschutz gilt im Gegenzug bei Landwirten oft als realitätsfremd und kompromisslos. Doch es wird zwischen den Parteien nicht mehr nur um Inhalte gestritten, es geht auch um Geld. Naturschützer bemängeln, dass der Steuerzahler naturschädigende Landbewirtschaftung immer noch hoch subventioniert. Bei sinkenden Agrarbudgets stößt dagegen eine Umverteilung der Gelder für mehr Naturschutz und eine bessere Landschaftspflege auf Wiederstand.

Gelingt_die_Förderung_der_Vielfalt.pdf | 1.9 MB

Änderungsvorschläge zur Förderung der extensiven Beweidung in der GAP-Reform
Die Empfehlungen des DVL zur Anpassung der Kommissionsvorschläge können Sie hier herunterladen. (Stand Februar 2012)).

Aenderungsvorschlaege_Beweidung_GAP_02.pdf | 510 kB

Extensive Beweidung in der GAP
Der DVL präsentiert gemeinsam mit Experten und weiteren Verbänden Vorschläge zur besseren Förderung der extensiven Schaf- und Rinderbeweidung in der GAP. Hierzu zählt zum Beispiel die Integration der Weideflächen in die Förderkulisse der 1. Säule, eine verbesserte Ausrichtung der Agrarumweltprogramme, die Etablierung von Landschaftspflegeprogrammen sowie das Angebot einer kompetenten Naturschutzberatung und eine Änderung der Tierkennzeichnung. Das Grundsatzpapier wurde in der Zeitschrift Naturschutz und Landschaftsplanung, 2010, Band 42 (12), S.357-366 veröffentlicht.

GAP-Beweidung-Metzner_et_al.pdf | 397 kB

Extensive Landnutzung - Mehr Weidetiere in die Landschaft!
Der DVL beschreibt in einem kurzen Artikel (DNR-Umwelt aktuell; März 2011, S.4-5) die Situation tierhaltender Betriebe im Naturschutz und macht Vorschläge, wie notwendige Förderinhalte in die künftige GAP eingepasst werden können.

Metzner_Beweidung_ua2011-03-.pdf | 79 kB

Kontakt

Dr. Jürgen Metzner

Deutscher Verband für Landschaftspflege
Promenade 9
91522 Ansbach

Tel: (0981) 18 00 99 10
E-Mail: metzner(at)lpv.de

Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) · Promenade 9 · 91522 Ansbach
Tel.: +49 (0)981-1800-990 · E-Mail: info@lpv.de · Internet: www.lpv.de
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