Biodiversitätsberatung für Betriebe ausbauen!

13.11.2018

DVL fordert flächendeckende Biodiversitätsberatung in der Landwirtschaft und veröffentlicht Leitfaden für Praxis und Verwaltung

Ansbach/Berlin: Der Rückgang der Biodiversität in der Agrarlandschaft ist dramatisch. Um den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen muss die Zusammenarbeit mit den Landwirtinnen und Landwirten im Naturschutz ausgebaut werden. Von zentraler Bedeutung ist eine praxisnahe Beratung. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) veröffentlicht auf einer Tagung in Berlin eine Handlungsanleitung, worin auch wichtige Qualitätskriterien für die künftige Beratung formuliert werden.

Für eine moderne Biodiversitätsberatung müssen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) die Weichen richtig gestellt werden – mit der Förderung von Maßnahmen zu mehr Artenvielfalt und der Förderung der Beratungsleistungen an sich. „Das sind zwei Seiten ein und derselben Medaille“, so Dr. Jürgen Metzner, Geschäftsführer des DVL. „Landwirte sind unsere Kunden und eine gute Kundenbetreuung z. B. für einen effektiven Insekten- oder Vogelschutz ist der Schlüssel zum Erfolg.“

Die langjährige Praxiserfahrung der Landschaftspflegeverbände, zeigt: Betriebe, die kompetent beraten und begleitet werden, setzen mehr und effektivere Naturschutzmaßnahmen um. Die Biodiversitätsberatung, innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten, muss aber Qualität besitzen. Die Berater und Beraterinnen müssen praxisnah ausgebildet sein und den Landwirten effektive und realisierbare Maßnahmen vorschlagen. Hierfür sind in der neuen Förderperiode ausreichend Finanzmittel vorzusehen. Aufgrund des hohen gesellschaftlichen Interesses muss Biodiversitätsberatung zu 100 % gefördert werden. „Wenn das unsere Landwirte selbst bezahlen sollten, werden wir keinen Erfolg haben“, so Metzner.

Weitere Anforderungen an die Beratung hat der DVL in einem „Leitfaden für die einzelbetriebliche Biodiversitätsberatung“ veröffentlicht, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Er bietet allen Akteuren eine Hilfestellung, die in Verwaltung und Praxis daran arbeiten, qualifizierte effektive Biodiversitätsberatung in der Fläche zu etablieren und richtet sich an Beratungspraxis, Naturschutz- und Landwirtschaftsverwaltungen, öffentliche und private Auftraggebende sowie die Aus- und Fortbildung.

Bestellung und Download des Leitfadens hier

Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträ-gerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Kontakt: Isabell Raschke, Deutscher Verband für Landschaftspflege, Promenade 9, 91522 Ansbach, Tel: 0981/180099-18, E-Mail: raschke@lpv.de

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