Kreuzkräuter und Naturschutz

24.11.2016

Internationale Fachtagung soll Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Kreuzkräutern auf bedeutsamen Flächen für den Naturschutz erarbeiten. Die Tagung findet vom 31. Januar bis 1. Februar 2017 in Göttingen statt.

Die heimischen, hellgelb blühenden Kreuzkräuter sind wichtige Futterpflanzen für Schmetterlinge und andere Insekten. Sie enthalten aber auch Giftstoffe aus der Gruppe der Pyrrolizidin-Alkaloide (PA), die die Leber schädigen und Weidetiere gefährden können. Vergiftungen sind selten. Dennoch ist es Ziel, die Giftstoffe sowohl im Tierfutter als auch in Lebensmitteln so weit wie möglich zu minimieren.

Was ergibt sich daraus für den Umgang mit Kreuzkräutern auf Naturschutzflächen? Auf welchen Flächen sollen Kreuzkräuter wie reguliert werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Kreuzkraut-Fachtagung, an der international anerkannte Expertinnen und Experten ihre Studienergebnisse präsentieren und aus der Praxis berichten. Der Fokus liegt dabei auf drei Kreuzkraut-Arten. Das Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea) besiedelt vor allem trockene Standorte. Das Wasser-Kreuzkraut (Senecio aquaticus) bevorzugt feuchte und nasse Stand-orte. Das Schmalblättrige Kreuzkraut (Senecio inaequidens) ist aus Südafrika eingewandert, zählt zu den invasiven Arten und breitet sich europaweit aus.

Die Tagung soll mit einer „Göttinger Erklärung“ enden. Zudem wird ein Tagungsband zur Kreuzkraut-Fachtagung mit einer Kurzfassung der Vorträge im Mai 2017 herausgegeben.

Veranstalter der Fachtagung ist der Deutsche Verband für Landschaftspflege. Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mittel des Bundesumweltministeriums gefördert.

Das Programm - Die Pressemitteilung

Kontakt
Andrea Matt, DVL, Telefon 0157 / 7499 8716, E-Mail: a.matt@lpv.de
Deutscher Verband für Landschaftspflege, Feuchtwanger Straße 38, 91522 Ansbach

zurück zur Übersicht