"Engagierte Personen"

Horst Elz - Sonnenschied

Als Gründungsvorsitzender des Landschaftspflegeverbands Birkenfeld in Rheinland-Pfalz leistete Horst Elz viel Überzeugungsarbeit bei Landwirten, Kommunen und Naturschützern, um die Idee der Landschaftspflegeverbände zu verbreiten und sie zur Mitarbeit zu motivieren.

Beim Aufbau der Streuobstinitiative „Birkenfelder Originale“ war und ist sein ehrenamtlicher Einsatz unverzichtbar. Ob bei den Apfelannahmen, teilweise auf seinem eigenen Hof, beim Ernten von Streuobst, beim Dienst am Infostand oder bei der täglichen Mithilfe bei der Auslieferung der Streuobstprodukte kann der Verein immer auf seine Unterstützung zählen.

Ohne das Engagement und den Einsatz von Horst Elz wäre die erfolgreiche Arbeit des LPV Birkenfeld nicht möglich gewesen. Die Vielfalt in der Hunrücker Kulturlandschaft würde ohne die Birkenfelder Streuobstinitiative und die Bergwiesenheuvermarktung von Arnikawiesen verlieren.

In diesem Wirken ist er Vorbild und Motivation für andere.

Birgit Reichel - Stützengrün/Erzgebirge

Von Anfang an unterstützte Birgit Reichel den Landschaftspflegeverband Westerzgebirge bei der Renaturierung der wertvollen sächsischen Bergwiesen.

Ihrem persönlichen Einsatz als treibende Kraft ist die Entwicklung des Bergwiesenfestes zu dem regionalen Fest mit überregionaler Bedeutung zu verdanken.

Birgit Reichel macht aus ihrer Liebe zum Erzgebirge keinen Hehl: der Erhalt der speziellen Kulturlandschaft ihrer Heimat ist eines ihrer Lieblingsthemen. Dabei liegt ihr die Akzeptanz der Natura-2000-Schutzgebiete vor allem in der Bevölkerung am Herzen. Erfolgreich propagierte sie den Nutzen der Natur für den Tourismus, die Kommunen und die Region. In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Erzgebirge/Vogtland entstand ein Bergwiesen-Erlebnispfad, der den Bewohnern und Gästen den Wert der Landschaft in der Region greif- und sichtbar macht.

Mit nimmermüdem Engagement fördert Birgit Reichel eine dauerhafte, extensive Bewirtschaftung, insbesondere auf den bergigen, schwierig zu bewirtschaftenden Talhängen. Für sie liegt klar auf der Hand: Naturschutz ist eine Chance für die ländliche Entwicklung!

Josef Zeislmeier – Pfronten im Allgäu

Josef Zeislmeier, Bürgermeister von Pfronten, schlägt am liebsten mehrere Fliegen mit einer Klappe. So geht er als ehemaliger Lehrer mit Jugendlichen ins Gelände und mäht mit ihnen eine wertvolle Streuwiese. Dabei lernen sie viel über die Zusammenhänge von biologischer Vielfalt und Landwirtschaft, arbeiten im Team, fühlen sich ihrer Heimat stärker verbunden - und die Wiese ist gemäht!

Das ist Teil seines großen Engagements, für das Josef Zeislmeier ausgezeichnet wurde. Die Landschaftspflege mit Jugendlichen ist nur eine der zahlreichen Aktionen, die er zum Schutz der Streuwiesen im Allgäu ins Leben rief. So unterstützte er Beweidungsprojekte des Landschaftspflegeverbands mit Schafen und Ziegen, um Flächen vor der Verbuschung zu bewahren.

Die Vermarktung von Produkten aus der Region für die Region liegt ihm ebenso am Herzen wie die Umweltbildung von Kindergärten bis hin zu berufsbildenden Schulen.

Die reizvolle Pfrontner Landschaft mit ihren verschiedenen, schwierig zu bewirtschaftenden Lebensräumen (steile Magerrasenhänge – extrem feuchte Moor- und Streuwiesenstandorte) muss weiter bewirtschaftet werden. Dafür setzt sich Josef Zeislmeier mit Leidenschaft ein!

Stefan Voigt - Ennepetal

Besonderer Lebensräume und Arten hatten es Stefan Voigt schon immer angetan, und dafür setzt er sich auch aktiv ein. So konzentriert sich sein Engagement auf eine einzigartige Naturlandschaft unter Tage, und zwar auf Höhlen. Er ist Vorsitzender des Vereins zum Erhalt der Kluterthöhle und arbeitet auch bei vielen anderen Höhlen mit der Biologischen Station Oberberg zusammen.

Für die Aktivitäten des Vereins stellt er Bagger, LKW oder andere Maschinen seiner Firma kostenlos zur Verfügung. Aus eigenen Mitteln erwirbt Stefan Voigt karsttypische Grundstücke mit Höhlenzugängen, um diese dauerhaft zu sichern und unter Naturschutz stellen zu lassen.

Dadurch werden die Zugänge zu den Höhlen offen gehalten, sie stehen damit Fledermäusen als Winterquartier zur Verfügung.

Er setzt sich dafür ein, dass aufstockende Laubwaldbereiche aus der Nutzung genommen werden und sich so mittel- bis langfristig zu wichtigen Habiten für Vögel und Fledermäuse entwickeln. Die Maßnahmen wirken sich positiv auf die biologische Vielfalt aus. So profitieren vom Einsatz Stefan Voigts nicht nur die besonderen Arten, für die sein Herz schlägt, sondern auch viele "Trittbrettfahrer"!

"Sonderpreis"

Manuel Andrack

Manuel Andrack, Wanderbuchautor und Pate des Eisvogelprojekts der Biostation im Kreis Euskirchen, nähert sich der Kulturlandschaft am liebsten auf Schusters Rappen. Viele Tipps zu schönen Routen hat er in Büchern weitergegeben. Eine seiner liebsten Wanderregionen ist die Eifel, und dort ist er auch dem Eisvogel begegnet.

Dort wurden im Prether Bachtal die Lebensbedingungen für den seltenen Eisvogel verbessert. Infotafeln informieren Wanderer über den vielfältigen Lebensraum in und an Bächen. Mit seinem Namen und seinem Engagement gelingt es Manuel Andrack, Menschen zum Wandern und zu einem sanften Umgang mit der Landschaft zu motivieren.

Damit unterstützt er die Naturschutzarbeit der Biologischen Stationen, die über die Bachtäler weit hinaus geht. Für seinen gezielten Einsatz für den sanften Tourismus und Landschaftsprojekte in den deutschen Mittelgebirgen wurde Manuel Andrack mit dem Sonderpreis geehrt.

 

Nach oben

Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) · Promenade 9 · 91522 Ansbach
Tel.: +49 (0)981-1800-990 · E-Mail: info@lpv.de · Internet: www.lpv.de
vkpornodepfile.com