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Auf dem Weg zum ökologischen Alpenverbund

12.10.2017

Ökologischer Verbund und alpenübergreifendes Management von Wildtieren und deren Lebensräumen sind die beiden wichtigsten Themen, die in der Woche vom 09.-13. Oktober in der grenzüberschreitenden Region des Naturparks Prealpi Giulie (IT) und des Triglav Nationalparks (SI) diskutiert werden. Es werden verschiedene Workshops und Konferenzen stattfinden, die entweder durch das INTERREG VB-Projekt ALPBIONET2030 (finanziert vom EU-Alpenraumprogramm) oder der EU-Plattform für das Zusammenleben von Mensch und großen Beutegreifern organisiert werden.

Der Triglav Nationalpark und der Naturpark Prealpi Gulie haben zusammen bereits in verschiedenen EU-Projekten (z.B. recharge.green oder greenAlps) mitgearbeitet. Diese Projekte hatten das Ziel, die Kooperation zwischen den beiden Schutzgebieten über die italienisch-slowenische Grenze hinweg aufeinander abzustimmen. Die jüngste Zusammenarbeit in dieser Hinsicht wird durchgeführt im Rahmen des Projektes ALPBIONET2030, welches ebenfalls durch das europäische Alpenraumprogramm gefördert wird – das Projektbudget liegt insgesamt bei rund 2,65 Mio. Euro und läuft von November 2015 bis Oktober 2019.

Am Mittwoch 11. Oktober 2017 treffen sich alle Partner des ALPBIONET2020-Projektes unter Leitung des Netzwerks Alpiner Schutzgebiete ALPARC im Infozentrum ‚Dom Trenta‘ im slowenischen Soca-Tal. Bei den Partnern handelt es sich um verschiedene Forschungseinrichtungen, regionale Behörden, Interessenverbände und Schutzgebiets-verwaltungen aus 6 Alpenländern. Sie werden die nächsten Schritte der Zusammenarbeit besprechen mit dem Ziel den ökologischen Verbund, das Management von Wildtieren und deren Lebensräumen und mögliche daraus resultierende Konflikte zwischen Mensch und Natur zu verbessern. Neben dem Projektpartnertreffen gibt es eine Reihe weiterer Veranstaltungen auf italienischer und slowenischer Seite. Alle diese Veranstaltungen tragen zu einem verantwortungsbewussten Management von Wildtieren und der Einbindung von weiteren Interessen bei. Während der Woche vom 09.-13. Oktober wird die grenzüberschreitende Region Triglav – Prealpi Giulie von vielen Experten aus den genannten Themenfeldern besucht und interessante Beispiele aus der Region werden vorgestellt und diskutiert.

Das Veranstaltungsprogramm der Woche beginnt mit einem besonders auf Jugendliche zugeschnittenen Workshop in den weiterführenden Schulen der Region Prealpi Giulie, bei dem sie über die Projektaktivitäten informiert werden und eine Befragung zu ihrem Umgang und ihrer Wahrnehmung des Themas Wildtiermanagement und große Beutegreifer durchgeführt wird. Darüber hinaus gibt es folgende Events und Workshops in Trenta (SI) oder Venzone (IT):

  • Workshop zur Festlegung räumlicher Kategorien für die sog. Strategic Alpine Connectivity Areas (SACA) vom 09.-10. Okt in Trenta
  • Workshop zum Thema ‘Transnationales Wildtiermanagement’ in Trenta (10. Okt.)
  • Workshop für Forensik-Experten im Bereich Wildtiermanagement in Venzone (12. Okt)
  • Workshop für Interessenvertreter/-innen im Bereich Konflikte Mensch-Natur in Venzone (ebenfalls 12. Okt.)
  • Regionaler Workshop der Europäischen Plattform für die Ko-Existenz von Mensch und großen Beutegreifern; Beginn am Abend des 12. Okt.- 14. Oktober) im Naturpark Prealpi Giulie

Ökologischer Verbund ist ein Schlüsselthema für eine erfolgreiche Naturschutzpolitik in den Alpen und auf globaler Ebene, der in allen Alpenländern und –regionen in die Tat umgesetzt werden muss, um in Zeiten des Klimawandels auch einen alpenweiten Verbund und die großräumige Anbindung an umgebende Berggebiete und Landschaften zu erreichen. Diese einzigartige Landschaft ist durch (Über-)Nutzung und in vielerlei HInsicht zu hinterfragende Entwicklungen bedroht. ALPBIONET2030 legt ein besonderes Augenmerk darauf eine Vermittlerrolle zwischen wichtigen Interessengruppen wie Jagd, Forst und Landwirtschaft zu übernehmen: eine Alpen übergreifende Strategie zum Wildtiermanagement ist ein wichtiger Bestandteil des Projektes.

Das übergeordnete Projektziel von ALPBIONET2030 ist es die Alpen-übergreifende Kooperation der verschiedenen Akteure in Politikfeld Naturschutz und der praktischen Umsetzung zu stärken, u.a. durch die o.g. Strategie zum Wildtiermanagement und ein räumliches Konzept zur Sicherung der Biodiversität und des ökologischen Verbunds. Um genau dieses Ziel zu erreichen, treten die Projektpartner in einen aktiven Dialog mit der Politik, mit der Bevölkerung, mit der Wirtschaft, mit zahlreichen Interessenverbänden und der neuen Alpenraumstrategie EUSALP.

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