Extensive Beweidung - mehr als Landschaftspflege!

In vielen Regionen Deutschlands haben Tierhaltung und standortgerechte Beweidung nicht nur Landschaften geprägt, sondern auch zu einer enormen Artenvielfalt in der Kulturlandschaft geführt. Im Naturschutz und in der Landschaftspflege gilt die Beweidung auch heute noch als wichtigste Nutzungs- und zugleich Pflegeform, um kostengünstig den Erhalt von Artenvielfalt und Landschaftsschutz zu verbinden.

Doch Beweidung ist noch mehr: Weidetiere in der Landschaft gehören in vielen Regionen zur touristischen Visitenkarte und stehen für Erholung in attraktiven Kulturlandschaften und gesunder Umwelt. Zugleich tragen sie dazu bei, die europäischen Herausforderungen zum Schutz von Biodiversität sowie zum Klima-, Gewässer- und Bodenschutz zu meistern.

Weidetierhaltende Betriebe repräsentieren also in hohem Maße eine moderne multifunktionale Landwirtschaft. Trotz dieser Vorzüge ist es bisher nicht gelungen, extensive Beweidungssysteme als eine Zukunftsform der Landbewirtschaftung dauerhaft zu sichern bzw. zu etablieren. Im Gegenteil – die Zahl tierhaltender Betriebe ist in Deutschland massiv rückläufig.

Der DVL hat erarbeitet die notwendigen Rahmenbedingungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU bedarf, um die Weidewirtschaft in der Landwirtschaft zu verankern.

 

Integration von Extensiver Beweidung in die 1.Säule
Der Beitrag beschreibt vor dem Hintergrund der Kommissionsvorschläge für die neue GAP-Förderperiode 2014 – 2020 und der aktuellen Rechtslage, welche Probleme die extensive Grünlandnutzung in der 1. Säule, den Direktzahlungen, hat.
Diskutiert werden das geplante „Greening“, die Definition von Dauergrünland und Grünfutterpflanzen sowie die Rolle von Gehölzen als Bestandteile strukturreicher Weideflachen. Es werden Vollzugsprobleme infolge hohen Bürokratieaufwands, Sanktionsrisiken und verringerter Messtoleranzen bei der Kontrolle identifiziert.

NuL05-12_Jedicke_Metzner_1_Saeule.pdf | 2.8 M

Änderungsvorschläge zur Förderung der extensiven Beweidung in der GAP-Reform
Die Empfehlungen des DVL zur Anpassung der Kommissionsvorschläge können Sie hier herunterladen. (Stand Februar 2012)).

Aenderungsvorschlaege_Beweidung_GAP.pdf | 510 K

Extensive Beweidung in der GAP
Der DVL präsentiert gemeinsam mit Experten und weiteren Verbänden Vorschläge zur besseren Förderung der extensiven Schaf- und Rinderbeweidung in der GAP. Hierzu zählt zum Beispiel die Integration der Weideflächen in die Förderkulisse der 1. Säule, eine verbesserte Ausrichtung der Agrarumweltprogramme, die Etablierung von Landschaftspflegeprogrammen sowie das Angebot einer kompetenten Naturschutzberatung und eine Änderung der Tierkennzeichnung. Das Grundsatzpapier wurde in der Zeitschrift Naturschutz und Landschaftsplanung, 2010, Band 42 (12), S.357-366 veröffentlicht.

GAP-Beweidung-Metzner_et_al.pdf | 397 K

Policy Papier "Extensiv beweiden - Zukunftsfähiger Naturschutz auf Weide-Grünland in der EU, Bund und Ländern"
Ein hochbrisantes Thema ist die Einstufung der extensiven Beweidung und extensiv beweideter Flächen im landwirtschaftlichen Fördersystem.
Gleichzeitig ist der Wert dieser Bewirtschaftungsform für die Umsetzung diverser EU-Politikziele wie Erhalt der Biologischen
Vielfalt und Klimaschutz unbestritten.
Mit einem Policy Paper zur Extensiven Beweidung zeigt der DVL nun übersichtlich auf, wie die unterschiedlichen Anforderungen von
Praxis und Verwaltung unter einen Hut zu bekommen sind und welche Schritte von der Politik bei der Neufassung der Agrarpolitik ab
2014 erforderlich sind, um diese kostengünstige Bewirtschaftungsform zu erhalten.

Auch zur Bestellung unter Publikationen: Broschüren und Faltblätter.

Policy_Paper_Beweidung_opt.pdf | 1.8 M

Extensive Landnutzung - Mehr Weidetiere in die Landschaft!
Der DVL beschreibt in einem kurzen Artikel (DNR-Umwelt aktuell; März 2011, S.4-5) die Situation tierhaltender Betriebe im Naturschutz und macht Vorschläge, wie notwendige Förderinhalte in die künftige GAP eingepasst werden können.

Metzner_Beweidung_ua2011-03-.pdf | 79 K

Kontakt

Dr. Jürgen Metzner
Liselotte Unseld

DVL-Geschäftsstelle
Feuchtwanger Str. 38
91522 Ansbach

Tel. 0981/4653-3545

E-Mail: Metzner(at)lpv.de und Unseld(at)lpv.de

Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) · Feuchtwanger Straße 38 · 91522 Ansbach
Tel.: +49 (0)981-4653-3540 · E-Mail: info@lpv.de · Internet: www.lpv.de