Optimierung der nachhaltigen Biomassebereitstellung von repräsentativen Dauergrünlandtypen für die thermische Verwertung "GNUT-Verbrennung"
Grünlandnutzung (GNUT)
Das Vorhaben „GNUT-Verbrennung“ soll dringend notwendige Kenntnisse bereitstellen, um energetische Potenziale des Grünlandes zu erschließen. Es sind Strategien zu erarbeiten, wie und in welchen Mengen der Aufwuchs von extensiven Grünlandflächen mit oder ohne Bewirtschaftungsauflagen (Naturschutzgrünland) in geeigneter Form energetisch genutzt werden kann. Grünlandflächen gewinnen aufgrund der immer stärker werdenden Flächenkonkurrenz des Nahrungsmittel-, Futter- und Energiepflanzenanbaus zunehmend an Bedeutung. Die Bewirtschaftungs- und Verwertungsstrategien müssen ökologischen und ökonomischen Anforderungen gerecht werden und sind anhand entsprechender Kriterien zu bewerten.
Arbeitsziele sind im Einzelnen:
- Untersuchung von ausgewählten Grünlandstandorten, die alle typischen Grünlandregionen Deutschlands abbilden und unterschiedliche, natürliche Bedingungen und Bewirtschaftungsintensitäten repräsentieren,
- systematische Ermittlung von Biomasseerträgen und –qualität hinsichtlich der Brennstoffeigenschaften,
- umfassende ökonomische Bewertung der gesamten Kette der Biomassebereitstellung und –verwertung,
- Bewertung der Umweltwirkungen der Bereitstellungs- und Verwertungsstrategien (Öko-, Energie-, Treibhausgasbilanzierung),
- Ermittlung der energetischen Potenziale der untersuchten Grünlandtypen und Hochrechnung der nationalen Grünlandverfügbarkeit gemäß der thermischen Verwertungsrichtung unter Mitarbeit der jeweiligen Landeseinrichtungen,
- Ableitung praktischer Handlungsempfehlungen für die Grünlandregionen.
Versuchsdurchführung
Es wurden fünf Grünlandtypen in fünf Bundesländern ausgewählt, als Widerspiegelung typischer regionaler Gegebenheiten, an denen jeweils vier Varianten auf Praxisflächen als einfaktorieller Versuch (Schnittregime bzw. Düngung) in vierfacher Wiederholung, in einer vollständig randomisierten Blockanlage angelegt wurden.
Die Standorte wurden wie folgt definiert:
Niedersachsen: Feuchtwiese (Seggen-/Binsengesellschaft, Wiesenbrütergebiet)
Sachsen: Nasswiese (Kohldistel)
Thüringen: Goldhaferwiese
Bayern: Streuwiese
Brandenburg: Rohrglanzgraswiese Niedermoor
QUELLE: ZWISCHENBREICHT 2008
http://www.tll.de/ainfo/pdf/gnut0509.pdf
Links zu Beteiligten:
http://www.tll.de/
http://www.smul.sachsen.de/lfulg/
http://www.lwk-niedersachsen.de/
http://www.lfl.bayern.de/ipz/gruenland/32544/
http://www.atb-potsdam.de/
http://www.gruenlandverband.de/
Kurzportrait
- Projektname:Grünlandnutzung (GNUT - Verbrennung)
- Projektlaufzeit:01.06.2008 - 30.04.2011
- Gefördert von:BMELV über Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördert (FKZ 22005808)
- Räumlicher BezugThüringen: Goldhaferwiese
des Projektes:Niedersachsen: Groß-Seggenried
Sachsen: Kohldistelwiese
Brandenburg: Rohrglanzgraswiese
Bayern: Streuwiese
- ProjektleitungThüringer Landesanstalt für Landwirtschaft
- Projektleiter:Dr. Hans Hochberg
- Bearbeiter:Dr. Katja Gödeke
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