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Projekt Rotmilan - Land zum Leben!

Rotmilan (U. Lerch)
fliegender Rotmilan

Deutschland ist Rotmilan-Land. Mehr als die Hälfte aller auf der Welt vorkommenden Rotmilane brüten in Deutschland. Leider geht der Bestand dieses beeindruckenden Greifvogels seit Jahren zurück. Damit ist er nicht allein, denn die meisten Vogelarten der offenen Agrarlandschaft teilen dieses Schicksal.

Sein Lebensraum verändert sich immer mehr: ausgeräumte und einseitig genutzte Agrarlandschaften mit Raps und Wintergetreide anstelle von Feldfutter und Grünland verstellen ihm den Blick auf Beutetiere und erschweren ihm die Nahrungssuche. Besonders zur Brutzeit fehlt so notwendiges Futter zur Aufzucht der Jungtiere.

Deutschland muss Rotmilan-Land bleiben! Dazu wollen wir mit diesem Projekt beitragen.

Maßnahmen und Ziele

Um den Rückgang unseres heimlichen „Wappenvogels“ zu stoppen, haben sich der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL), der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und die Deutsche Wildtier Stiftung (DeWiSt) zusammengetan.

Die Landschaftspfleger beraten als Experten die Landwirte in elf Projektregionen in ganz Deutschland über "Rotmilan-freundliche" Landnutzung und kümmern sich um den Erhalt von Brutbäumen. Die Landwirte können dieses Land im Rahmen der ökologischen Vorrangflächen bewirtschaften oder hierfür Naturschutzverträge abschließen. Naturschutz und Landwirtschaft arbeiten so eng zusammen für den Rotmilan. Nicht nur der rote Greifvogel, sondern auch viele andere bedrohte Arten, wie der Feldhamster, das Rebhuhn und der Feldhase sollen davon profitieren.

Die Wissenschaftler vom DDA prüfen den Erfolg der Schutzmaßnahmen. Sie untersuchen, ob die Vögel durch die schonende Landnutzung mehr Nahrung finden und wie sich dies auf den Bestand und Bruterfolg auswirkt. Ob die Rotmilane ihre Nahrung tatsächlich auf den Rotmilan-freundlich bewirtschafteten Flächen suchen, werden Tiere zeigen, die kleine Sender tragen und deren Bewegungen in den Brutgebieten so exakt verfolgt werden können. Kameras am Nest werden einmalige Einblicke in das Leben der Rotmilane ermöglichen und Aufschluss darüber geben, was genau und wie viel die Tiere an ihren Nachwuchs verfüttern.

Obwohl Deutschland eine besondere Verantwortung für die Zukunft des Rotmilans hat, ist er nur wenigen Menschen bekannt. Neben allseits bekannten Vogelarten wie Weißstorch, Spatz und Rotkehlchen führt der Rotmilan im Bewusstsein der Bevölkerung ein Schattendasein. Daher hat die Deutsche Wildtier Stiftung es sich zur Aufgabe gemacht, den Rotmilan und die Projektarbeit in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Mit modernen und innovativen Instrumenten will sie Begeisterung wecken und Informationen rund um den Rotmilan und heimische Wildtiere bereitstellen. Dazu zählen die klassische Pressearbeit, Interviews und Veranstaltungen ebenso wie der Blick in den Horst mittels Webcam und interaktiver Website.

Projektpartner

Projektpartner
Gruppenfoto aller Projektpartner

Projekthomepage

Projekthomepage
www.rotmilan.org

Förderung

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Logos des BfN und BMUB mit Verknüpfung der Webseiten.
Bundesamt für Naturschutz

Das DVL-Teilprojekt wird unterstützt von der HIT-Umweltstiftung

Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) · Feuchtwanger Straße 38 · 91522 Ansbach
Tel.: +49 (0)981-4653-3540 · E-Mail: info@lpv.de · Internet: www.lpv.de