| Kleiner Abendsegler (Nyctalus
leisleri) Der kleinere Bruder des Großen Abendseglers wiegt gerade mal die Hälfte und ist wesentlich seltener als sein großer Verwandter. Äußerlich ist er dem Großen Abendsegler sehr ähnlich, weshalb es bei noch nicht ausgewachsenen Großen Abendseglern auch zu Verwechslungen kommen kann. Auch der Kleine Abendsegler kommt in ganz Deutschland vor und wandert saisonal weite Strecken. Wahrscheinlich sind seine Sommer- und Wintervorkommen deutlich voneinander getrennt. Hier sind jedoch noch viele Fragen offen. Der Wiederfund markierter Tiere lässt Verbindungen über große Entfernungen erkennen, z.B. zwischen Südthüringen und Südfrankreich oder Sachsen-Anhalt und Spanien. Bis zu 70 Weibchen gehören einer Wochenstube an, große Winterschlafkolonien, wie beim Großen Abendsegler, wurden noch nicht gefunden. |
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Allerdings mischen sich Kleine Abendsegler
gelegentlich unter Gesellschaften der größeren Schwesterart. Auch diese Fledermausart
wählt das ganze Jahr Baumquartiere (Höhlen, Spalten, Stammrisse) als Versteck, bis in
den Kronenbereich hinein. In der aktiven Zeit wechselt sie alle zwei bis vier Tage ihren
Unterschlupf. Die beiden Abendseglerarten sind schnelle Flieger, die ihre Insekten
überwiegend im hindernisfreien Luftraum erbeuten. Ihre Jagdgebiete liegen nicht innerhalb
geschlossener Waldbestände, sondern zumeist über großen Stillgewässern und Flächen,
an denen sich ein hohes Beutepotenzial einstellen kann (z.B. auch Freiflächen im Wald).
Die Quartiere können 10 km und weiter vom Jagdgebiet entfernt sein. <zurück |
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